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Bioweine sind nicht nur für jeden Weinliebhaber ein ausgesprochenes Geschmackserlebnis, auch immer mehr Wein „Neulinge“ begeistern sich für diese hochwertigen und ursprünglichen Wein- Kostbarkeiten.
Ob rote oder weiße Rebsorten, immer mehr Bio-Winzer entscheiden sich für den Schritt zurück zur Natur und für die Erhaltung unsere Umwelt für die folgenden Generationen. Dabei legen die Winzer nicht nur einen großen Wert auf die schonende Bearbeitung der Weinberge, auch die nahegelegenen Naturlandschaften werden gleichermaßen in die ökologisch natürlichen Abläufe miteinbegriffen. Somit erschließt sich jedem Bio-Weinberg Besucher ein farbenfrohes Bild an bunten Blumen, Gräsern und Pflanzen sowie einer umfangreichen Tierwelt, die kaum in traditionell angebauten Weinbergen zu finden ist. Biologischer Weinanbau bedeutet gemeinsame Arbeit mit der Natur unter dem Schutz von Mensch, Pflanze und Tier zu leisten.
Der engagierte Bio-Winzer verzichtet nicht nur auf chemische Düngemittel und Pestizide, sondern verwendet für den Anbau Weinreben, die sich den natürlichen Bodeneigenschaften anpassen und somit für einen charakteristischen Geschmack des hochwertigen Rebensafts sorgen. Für einen ausreichenden Schutz vor Schädlingen, die im schlimmsten Fall eine ganze Ernte zunichtemachen können, verwendet er weder chemische Pestizide noch sonstige gesundheits- und umweltschädliche Gifte. Er konzentriert sich auf den Anbau von robusten und widerstandsfähigen Rebsorten sowie die Schaffung von Lebensraum für die natürlichen Nützlinge. Aus diesem Grund ist in Bio-Weinbergen eine vielfältige Tierwelt zu bewundern, die nicht nur für den Schutz der Reben sorgt, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht leistet.
Im Gegensatz zum traditionellen Weinanbau verwendet der Bio-Winzer keinerlei chemische Dünger, sondern versorgt den Boden mit Nährstoffen aus natürlichen Abfällen, wie Kompost, Mist oder Gründünger. Biologischer Weinbau erstreckt sich jedoch nicht nur auf den bestellten Anbau, der vorwiegend von Hand und nicht mit störenden Maschinen erfolgt, sondern findet auch im Weinkeller statt. Der Zusatz von Schwefel zur Konservierung des Weins ist weitaus geringer, als bei herkömmlichen Weinen. Somit liegt er meist unter den Grenzwerten, die durch den Bundesverband ökologischer Weinanbau, Ecovin, festgelegt wurden.
Biowinzer haben sich aus ethischen Gründen zum Bio-Weinbau entschieden. Einer der Gründer des Verbandes, Rudolf Trossen, bringt diese Verbundenheit mit der Natur zum Ausdruck und bezeichnet Ecovin als einen Verband, deren Mitglieder sich mit der Artenvielfalt identifizieren und der Natur mit Respekt, Ästhetik und Sinnhaftigkeit entgegentreten. Ecovin feierte 2010 sein 25-jähriges Jubiläum mit dem Motto „Ecovin blüht auf“ und blickt auf eine bewegte und ereignisreiche Geschichte zurück. Heute hat der Verband mehr als 210 Mitglieder, die auf ihren Weingütern auf mehr als 1300 Hektar hochwertige Bioweine herstellen und weltweit für Anerkennung unter den Weinkennern sorgen.